Neue Ausbildungen im Shingon Institut

 Neue Ausbildungen zum Reiki-Meister

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich auch eine Shingon Reiki-Meisterausbildung ohne die Lehrer-Inhalte anbiete. Außerdem wurde ich gefragt, ob ich auch eine Usui Reiki bzw. Takata Reiki Meister Ausbildung für diejenigen anbieten könnte, die in Shingon Reiki nicht so tief einsteigen wollen. Nach vielen Überlegungen und vielen Gesprächen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll ist, diese beiden Ausbildungen quasi noch hinzu zu nehmen.

Diese neuen Ausbildungen muss ich natürlich auch geschickt betiteln, damit es kein Durcheinander mit den anderen Inhalten gibt. Bisher gab es in der Meister Ausbildung ein Seminar mit dem Titel Shingon Reiki Meister Praktiker. Dieses Seminar wird künftig Shingon Reiki Lehrer Praktiker heißen. Dieser Titel passt besser, weil die Inhalte mit zum Beispiel der Gruppendynamik und Didaktik eher dass Lehren betreffen.

Neue Ausbildungen in der Aufstellung

  • Shingon Reiki Meister Praktikerdiese Meister-Ausbildung beinhaltet etwa 15 Seminare, in denen es um die praktischen Anwendungen des Shingon Reiki geht. Diese Ausbildung kann sofort gebucht werden und kostet 3990 € (Bei Ratenzahlung ist das etwas mehr). Die Ausbildung kann in einem Jahr abgeschlossen werden. Wem das zu schnell ist, der kann auch einen Vertrag mit zwei Jahren mit mir schließen. Wer dann doch Lehrer werden möchte, kann die Ausbildung zum Shingon Reiki Meister 1. Dan einfach aufstocken.
  • Reiki-Meister-Ausbildung: diese Ausbildung beinhaltet etwa 15 Seminare. Der darin ausgebildete Meister kann dann den 1. und 2. Grad Usui-Reiki / Takata Reiki geben. Diese Ausbildung kann sofort gebucht werden und kostet 3990 €.(Bei Ratenzahlung ist das etwas mehr) die Ausbildung kann man 18-24 Monaten abgeschlossen werden.
  • Werden diese beiden Ausbildungen kombiniert, kommt man automatisch zum Shingon Reiki Meister 1. Dan.
  • Ausbildung ohne Vertrag: Für diejenigen, die nicht wissen, wie lange sie für eine Ausbildung brauchen werden, und ich auch nicht wissen, was sich in der Zukunft alles ereignen wird, die können nun eine Meister Ausbildung oder eine Ausbildung überhaupt auch ohne Vertrag machen, in dem sie ein Seminar der Ausbildung nach dem anderen buchen und wenn sie alles zusammen haben, können sie den Abschluss machen.

Meister Ausbildung Takata Reiki

Manchmal werde ich gefragt, wie lange bei mir der Takata Reiki Meister Grad dauert und kostet! Ich frage dann meistens zurück, was der Betroffene denn darunter versteht. In der Regel wird dann davon ausgegangen, dass dieser Meister Grad ebenso an einem Wochenende wie etwa der zweite Grad absolviert werden kann. Dazu gibt es dann von mir einiges zu erklären, weil man das an einem Wochenende kaum lernen kann kann, so wie man auch nicht an einem Wochenende Tischler-Meister werden kann.

Über die traditionelle Takata Reiki Meister Ausbildung weiss ich von Phillis Furumoto und Paul Mitchel, die von Frau Takata persönlich ausgebildet wurden und von Oliver Klatt, der von Paul Mitchel ausgebildet wurde ziemlich genau, um was es da geht.

An der Ausbildung teilnehmen kann jeder, der regelmäßig mit dem ersten und zweiten Grad Reiki praktiziert. Zur Ausbildung gehört die Teilnahme an etlichen erster und zweiter Grad Seminar. Hinzu kommen noch Inhalte über Didaktik, persönliche Gespräche und schließlich das Abschluss und Einweihung Training. Der Meister steht für Fragen und persönliche Themen für den Schüler bereit und kümmert sich mit ihm um seine persönliche Entwicklung. Die Länge der Ausbildung es nicht genau festgelegt, dauert aber in der Regel etwa zwei Jahre.

Nach der Meisterweihe kann der frisch gebackene Reiki Meister den 1. und 2. Grad Reiki einweihen und unterrichten.

Nun folgt eine Zeit von etwa 5-7 Jahren mindestens, in der dieser Meister mit Reiki arbeiten kann für sich und andere, den 1. und 2. Grad unterrichten kann und sich selber persönlich mit Reiki entwickeln kann. In dieser Zeit steht der Meister seinem Schüler weiterhin für Fragen zur Verfügung.

Nach Ablauf der 5-7 Jahre kann der Meister Schüler nun die Ermächtigung kommen, selber Meister einzuweihen und auszubilden. Dann erstes deiner Ausbildung abgeschlossen. Das bedeutet dass diese Ausbildung etwa 7-9 Jahre dauert.

Meister Ausbildung im Shingon Reiki

Wenn man sich nun diese Zeit nimmt und vergleicht mit den dreistufigen System des Shingon Reiki vom 1. bis zum 3., dann kommt man in etwa auf die gleiche Zeit. Der unterschied ist nur der, dass im Shingon Reiki während der ganzen Zeit Fortbildungs Seminare und Coachings angeboten werden. Diese sind gleichzeitig Bestandteil Ausbildungen auf allen Stufen. Dem Schüler ist außerdem freigestellt, bis zu welchem Dan er sein Meister-Nieveau anheben will.

Abschluss-Trainings und interne Seminare in 2018

2018 ist mal wieder ein Jahr der Fußball-WM. In der Zeit kommen meistens kaum neue Seminar-Teilnehmer, so dass ich mir überlegt habe, ob ich in der Zeit nicht einfach frei nehme. Dann hatte ich aber den Einfall, dass dies zusätzlich eine gute Zeit für Abschluss-Trainings der Ausbildungen ist. Und so gibt es 2018 mehrere Abschluss-Trainings und interne Seminare während und außerhalb der WM.

 

Reiki-Kerzen-Ritual

Reiki-Kerzen-Ritual

Weihnachts- und Neujahrs-Wünsche

von ganzem Herzen wünsche ich Dir ruhige und friedliche Festtage und einen gesegneten und angenehmen Übergang in das neue Jahr 2018! Für das neue Jahr 2018 wünsche ich Dir alles erdenklich Gute, Gesundheit, Erfolg und treue freunde auf Deinem Weg. Dazu habe ich für Dich heute zwei kleine Überraschungen: ersten das Reiki-Kerzen-Ritual und zweitens einen Gutschein-Code – gültig bis zum 6. Januar 2018!

Das Reiki-Kerzen-Ritual
Am 21. Dezember war Wintersonnenwende. Mit diesem Tag beginnt eine besondere Zeit der Rauhnächte. So ist vom 22-24. Dezember eine gute Zeit, sich etwas zu wünschen. Überlege Dir einfach, was Deine Herzenswünsche sind und male sie Dir bildhaft aus.
Du kannst das auch mit Reiki und Kerzen verstärken. Segne dafür eine Kerze mit Reiki, indem Du ihr eine Mentalheilung gibst. Die Anrede ist dabei: Diese Kerze von Dein Vor- und Zuname. Für die Affirmation kannst Du folgenden Satz als Muster-Vorlage nehmen: Großer Sonnenbuddha Dainichi Nyorai, bitte gib Deinen Segen und Deine Heilkraft in diese Kerze, auf dass ich … (hier Deinen Wunsch einsetzen) möge. Wiederhole diese Affirmation mit Deinem Wunsch für eine Weile, bis Du den Eindruck hast, dass Deine Kerze so richtig schön aufgeladen ist.
Dann entzünde die Kerze mit Deinem Wunsch in Deinem Herzen. Schaue in die Flamme und male dir dessen Verwirklichung immer mehr aus.
Wenn Du die Kerze löschen magst, puste sie weder aus noch verwende Spucke, sondern nutze einen Kerzenlöscher oder ähnliches. Wenn die Flamme erlischt, stelle Dir vor, wie sie in Deinem Herzen erscheint und dort weiter leuchtet.
Eine solche Kerze kannst Du auch für andere herstellen.
Ab dem 25. Dezember ist der Tag, wo die Sonne neu geboren wird. Du wirst merken, dass es an jenem Morgen eine andere Lichtqualität gibt. In den 12. Tagen vom 25. 12. bis zum 6. Januar ist die richtige Zeit, Dir zu überlegen, was Du in den kommenden 12 Monaten alles umsetzen willst. Es geht hier also um die sogenannten guten Vorsätze. Allerdings etwas anders. Jeder tag steht für einen Monat. So ist der 1. Januar der januar, der 2. Januar der Monat Februar und so weiter. Entsprechend ist die letzte Woche des Jahres die zweite Hälfte des kommenden Jahres.
Und nun kannst Dir für ein weiteres Reiki-Kerzen-Ritual eine Kerze machen, indem Du ihr wie oben beschrieben jeden Tag eine Mentalheilung gibst und sie jeden Tag entzündest. So geht die Kraft täglich in Dich über und sie wird täglich stärker.
Gerne darfst Du mir dazu Dein Feedback senden.

Gutschein-Code als Geschenk von mir
Nun möchte ich Dir als treuer Leser meiner Web-Präsenz einen Gutschein von 20% für Seminarbuchungen von mir schenken. Damit kannst Du auf meiner Instituts-Website www.shingon-institut.com/veranstaltungen/ beliebige Seminare mit 20% Rabatt bekommen, wenn Du bis einschließlich zum 6. Januar 2018 buchst und an gegebener Stelle folgenden Gutschein-Code eingibst:

Shingon Reiki ist Reiki und Buddhistische Heilkunst nach Dr. Mark Hosak
Der gesamte Satz ist der Gutschein-Code. Es ist wichtig, den Code genauso einzufügen und den Anweisungen dort zu folgen. Der Rabatt wird umgehend berechnet und Du kannst alles sehen, bevor Du verbindlich buchst. (Ein nachträgliches Einfügen des Codes ist nach der abgeschlossenen Buchung nicht mehr möglich und kann von uns auch nicht nachgeholt werden)

Nun wünsche ich Dir eine schöne Zeit und viel Spaß mit dem Reiki-Kerzen-Ritual

Herzliche Grüße,

Dr. Mark Hosak

Dieser Artikel ist auch gut: Shingon Reiki 1

Gedenkstein-Übersetzung von Meister Usui

Der Gedenkstein von Meister Usui

Übersetzung aus dem Japanischen von Dr. Mark Hosak

Der Gedenkstein des Lebenswerkes von Meister Usui, dem Begründer der spirituellen Methode.

Das in Stein geritzte Epitaph des Wirkens des Meisters Usui

Meister Usuis Gedenkstein-Inschrift - Übersetzung von Dr. Mark HosakEs wird gesagt, dass man den inneren Reichtum erreicht, wenn man das wahrhaftige Training der geistigen Übungen regelmäßig aufbaut. Es wird gesagt, dass die verdienstvolle Tat darin besteht, dass man den Weg des Unterrichtens, Initiierens und der Erlösung anderer von ihrem Leid hin zum Glück verbreitet, indem man draußen an allen erdenklichen Orten Veranstaltungen durchführt. Die Würde eines Lehrmeisters kann über Verdienste von großartiger und langjähriger Erfahrung sowie von überragender Aufrichtigkeit erlangt werden.

Von alters her überliefern die ehrenwerten gelehrten Weisen und Philosophen  kenntnisreiche Traditionen. Vermutlich war er wie einer all derer, die eine neue Schule gegründet haben.

Die spirituelle Lebensenergie (Reiki) des Universums lässt sich auf Meister wie Usui und auch jene, die Meister neuerdings geworden sind, zurückführen.

Anfangs hörte man von überall her, dass er eine Methode zur Verbessrung von Körper und Seele verbreitet. Auch wenn er sie nach Hause schickte, baten sie ihn gemeinsam um Unterweisung und um Heilbehandlung.

Woran mag es wohl liegen, dass er einen berühmten und glänzenden Ruf erhielt?

Der allgemein verwendete Name des Meisters ist Mikao, sein buddhistischer Name ist Gyôhan. Er ist in dem Dorf Taniai in dem Distrikt Yamagata in der Präfektur Gifu geboren, dessen Vorfahren auf Chiba Tsunetane (1118-1201) zurückgehen.

Der posthume Name des Vaters ist Taneuji. Sein allgemein verwendeter Name  ist Uzaemon. Der Familienname der Mutter ist Kawai. Der Meister wurde am 15. August des ersten Jahres der Keiô-Ära (7. April 1865 bis 8. September 1868) geboren.

Als er älter wurde, reiste er mit dem Schiff in den Westen und schlug sich geschickt durch China.

Im Laufe der Zeit stellte er Außergewöhnliches auf die Beine. Es entwickelte sich jedoch anders als erhofft. Obwohl er immer und immer wieder im höchsten Maße Niederlagen und Missachtung erlitt, gab er schlicht und einfach nicht auf. Er trainierte immer mehr, um es zu schaffen.

Eines Tages bestieg der den Kurama Berg. Er verzichtete auf Nahrung und führte harte und mühevolle asketische Praktiken durch. Am 20.-21. Tag spürte er plötzlich über seinem Nudalpunkt eine aufsehenerregende mystische Energie (Reiki). Mit einem Mal empfing er die Methode der natürlichen Heilung spiritueller Lebensenergie. Von da an probierte er dies am eigenen Leib aus.

Als der Meister dies an Familienmitgliedern erprobte, beobachtete er auf der Stelle den Erfolg. Anstelle alleine den Familienmitgliedern etwas Gutes zu tun, zog er in Betracht, die Leute weit und breit zu unterrichten.

Als er sich im Zuge dieses freudigen Ereignisses mit dieser Idee anfreundete, legte er im April des Jahres Taishô 11 (1922) seinen Wohnsitz nach Tôkyô Aoyama in den Stadtteil Harajuku.

Er stellte eine Akademie auf die Beine und unterrichtete die Reiki-Heilmethode. Er führte Behandlungen durch. Von nah und fern kamen sie herbei, um ihn zu ersuchen. Draußen sammelten sich die Schuhe vieler Menschen.

Im September des 12. Jahres (1923) ereignete sich eine Erdbebenkatastrophe mit einer Feuersbrunst. Das führte zu traumatischen Verletzungen und qualvollen Schmerzen. An den Orten, wo er etwas bewirken konnte, fühlte der Meister in tiefer Weise die Schmerzen. Bei Tagesanbruch brach er auf und wanderte in der Stadt umher. Unabhängig davon, dass er nicht wissen konnte, welchen Betrag er erhalten werde, hat er Patienten ohne Aussicht auf Bezahlung behandelt.

Unerwartet wandte er sich ihnen zu. Das Erretten aus der Gram unter widrigsten Umständen ist derart großartig, dass es seines Gleichen sucht.

Nachdem seine Trainingshalle zu eng geworden war, nahm er eine Weissagung als Anlass, im Februar des Jahres Taishô 14 (1925) außerhalb der Stadt in Nakano zu bauen.

Durch die zunehmende Verbreitung seiner Reputation in der Umgebung wurde er zu einem Mann, der aufgrund seines Rufs nicht selten eingeladen wurde. Der Meister nahm diese Aufforderungen an. Er ging nach Kure, dann schlug er den Weg nach Hiroshima ein und kam schließlich in Saga an.

Während seines Aufenthaltes in Fukuyama zog er sich unerwartet eine Krankheit zu und starb schließlich in einem Gasthaus. Das war am 9. März des Jahres Taishô 15.

Zum Zeitpunkt seines Todes war er 62 Jahre alt. Seine Ehefrau hieß mit Familiennamen Suzuki und mit Vornamen Teiko (Sadako) und brachte einen Jungen und ein Mädchen zur Welt. Er nannte seinen Sohn Fuji (buddh. Funi) und vererbte ihm sein Haus.

Der Meister war von seiner Persönlichkeit bescheiden und sanftmütig. Er legte keinen Wert auf seine äußere Erscheinung.

Er hatte einen großartigen Körperbau. Stets hatte er ein Lächeln auf dem Herzen. Wann immer etwas eine Angelegenheit betraf, zeigte er innere Stärke, war geduldig und bereitete sich mit äußerster Sorgfalt auf alles vor.

Er hatte von Natur aus Talent und handwerkliches Können. Er hatte eine Vorliebe für das Lesen und stöberte viel in auf historischen Aufzeichnungen gegründeten Biografien. In der medizinischen Fachliteratur sowie in buddhistischen Sûtras und in heiligen Texten des Christentums war er bewandert. Über die Bereiche über Kenntnisse des Seelenzustandes, Methoden von Einsiedlern mit übernatürlichen Kräften, Bann- und Beschwörungs-Magie mit Zauberformeln, Divination mit Orakelstäben bis hin zur Kunst, die Zukunft über die Antlitz-Diagnose vorherzusehen, gab es nichts, wo er sich nicht auskannte.

Aufgrund des Materials zum Training der geistigen Übungen entwickelte sich wahrscheinlich so die Lebensgeschichte des Meisters in Wissenschaft und Kunst. Es ist klar und offensichtlich, dass das Training geistiger Übungen Schlüssel und Loch zur Gründung der spirituellen Methode bildeten.

Rückblickend lässt sich bei dieser spirituellen Methode klarstellen, dass sie nicht allein auf das Behandeln von Krankheiten und schlechten Gewohnheiten beschränkt sein sollte. Der springende Punkt ist dabei, dass die übersinnlichen Fähigkeiten der Naturbegabung die Grundlage bilden, den Adepten dazu veranlassen, das spirituelle Herz zu vervollständigen, den Körper gesund zu halten und ein Leben in Wohlstand anzunehmen.

Daraus folgt, dass diese Person unterrichten soll, im Großen und Ganzen den Lehren des verstorbenen Meiji-Tennô folgen soll, die fünf Grundsätze (Lebensregeln) morgens und abends laut rezitieren soll und die Aufmerksamkeit in das spirituelle Herz lenken soll.

Erstens heißt es: Heute soll man sich nicht ärgern. Zweitens heißt es: Man soll nicht traurig sein. Drittens heißt es: Sei dankbar! Viertens heißt es: Widme dich deinem Karma! Fünftens heißt es: Gewöhne dich daran, wohlwollend gegenüber den Wesen und deiner Seele zu sein.

Dies ist wahrhaftig eine sehr wichtige Belehrung bei der Entwicklung der Geisteskraft. Dies ist der eine Weg, der von den Heiligen und Weisen alter Zeiten gelehrt wurde.

Wenn man Meister wird, soll man sie (die Lebensregeln) mit einer das Glück rufenden Geheim-Methode und einem spirituellen Heilmittel unzähliger Krankheiten vergleichen und ihre charakteristischen Eigenschaften an allen Orten bekannt machen.

Darüber hinaus geht es in dieser Sache nicht im geringsten um Erhabenheit sondern darum, die Kunst spirituellen Lehrens zu erreichen und sich dafür anzustrengen, den Inhalt auf verständliche Weise zu behandeln. Wenn du dich auf die Knie setzt, deine Aufmerksamkeit nach innen richtest, tief ein und ausatmest, die Hände vor dem Herzen zusammenlegst und morgens sowie abends (die Lebensregeln) rezitierst, entwickelt das einen reinen und gesunden Geist als Folge einer ausgewogenen und aufrichtigen Praxis.

Die Ursache ist schlicht, dass diese spirituelle Methode ebenfalls viele Personen erreichen soll. Das ist nicht allein der Wandel in der Anschauung des sich entwickelnden Fortschrittes der Ära der letzten Jahre.

Zum Glück soll man diese spirituelle Methode auf offene Weise verbreiten. Mit diesem von den Menschen in der Welt zu beschützenden Weg der Tugend und dem Willen des spirituellen Herzens der Menschen soll den Hilfsbedürftigen sehr viel geholfen werden.

Warum ist das so? Es geht selbstverständlich nicht nur um die erfolgreiche Heilung schwer heilbarer Leiden wie etwa Niedergeschlagenheit und chronischen Krankheiten.

Es sind etwa 2000 andere Personen Schüler des Meisters geworden. Diejenigen darunter, die im Gebiet der Hauptstadt seine herausragendsten Schüler sind, veranstalten Zusammenkünfte und führen die bedeutende Leistung fort. Und ebenso diejenigen aus der Umgebung weihen viele in diese Methode ein.

Obgleich der Meister fortgegangen ist, soll die spirituelle Methode für alle Zeitalter der Welt als Wegweiser verbreitet werden.

Der Meister empfing seinen berühmten und glänzenden Ruf aus sich selbst heraus. Oh, wie hervorragend und großartig ist das Weitergeben unter dem Himmel an andere!

Das in diesen Tagen so viele Samurai bei einem Meister lernten und Unterredung erhielten, führte dazu, einen Stein auf dem Friedhof des Saihôji im Distrikt Toyotama mit der Absicht zu errichten, dass diese Verdienste mittels eines buddhistisches Textes in unvergänglichen Versen verfasst werden sollten. An mich wurde die Aufgabe der Autorenschaft für den Text herangetragen.

Ich fühle mich in tiefer Weise berührt, dem herausragenden und verdienstvollen Werk des Meisters zu dienen. Die vielen Samurai preisen die innige Freundschaft zwischen Lehrer und Schüler. Entschlossen habe ich die Aufgabe angenommen, eine Übersicht zu beschreiben.

Wir erhoffen uns, dass wir für die zukünftigen Generationen alles tun konnten, dass wenn sie ihn (den Gedenkstein) sehen, sie sich tief berührt fühlen, zu ihm aufschauen, ihn bewundern, ehrerbietig darüber sprechen und laut verkünden.

Februar des 2. Jahres (1927) der Shôwa-Zeit (1926-1989)

Verfasser – Okada Masayuki – Dr. für Literatur – Verdienstorden des unteren 3. Ranges 3. Klasse

Kalligrafie – Ushida Juzaburo – Konteradmiral des unteren 4. Ranges, 3. Verdienst-Grad der 4. Klasse

Die traditionellen Reiki-Symbole

Reiki-Symbole

Als Mikao Usui (1865-1926) nach seiner dreiwöchigen Meditation aus dem Gebirge des Kurama-Berges herabstieg, gründete er die japanische Heilmethode namens Usui Reiki Ryoho 臼井靈氣療法 (moderne Schreibweise: 臼井霊気療法). Auf Deutsch ist das die Methode der natürlichen Heilung nach Usui. Diese spirituelle Methode (japanisch reiho 靈法), wie sie auch auf dem Gedenkstein benannt wird, wurde im Westen vornehmlich unter dem Namen Reiki bekannt. So ist mit Reiki sowohl die Methode als solches wie auch die Reiki-Kraft als spirituelle Lebensenergie gemeint. Mit der Reiki-Kraft werden spirituelle Lebensenergien über die Hände übertragen, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Geist sowie die Seele zu heilen. Die Reiki-Symbole des Mikao Usui erweitern die Reiki-Fähigkeiten des Handauflegens und der spirituellen Heilung mit Reiki für Körper, Geist und Seele erheblich. So sind die Reiki-Symbole die Werkzeuge für eine Vielzahl von Reiki-Anwendungen.

Die Reiki-Symbole sind somit von Mikao Usui implementierte Werkzeuge zur einfachen Anwendung und effektiven Energiearbeit mit Reiki. Mikao Usui hat sie so geschickt mit eingebettet, dass sie an jedem Ort ohne weitere Hilfsmittel angewendet werden können. Sie sind die Brücke zu den Heilsgestalten, die mit Reiki zusammenarbeiten und inhaltlich für Funktionen und Wirkungen, die in ihren Mantras verborgen sind. Die Symbol-Anwendungen öffnen ein Tor, die Kraft der Reiki-Heilsgestalten einzuladen. Das Besondere dabei ist, dass die Reiki-Symbole rein energetischer Natur sind und auch nur in dieser lebendigen Form eine Wirkung zeigen können. Das ist ähnlich wie ein akustisches Symbol, das nur erfahren werden kann, wenn der Klang erschallt, nicht aber wenn der Klang einfach nur auf ein Blatt Papier geschrieben wird. Die subjektive Wahrnehmung am eigenen Leib und die objektive Beobachtung der Wirkungen machen die Reiki-Symbole erfahrbar und begreifbar.

Überblick über die Reiki-Symbole

Das erste Symbol zur Kraftverstärkung mit dem Mantra Choku rei stammt aus dem Shintôismus (japanischen Schamanismus) und Shugendô 修験道 der japanischen Bergasketen Yamabushi 山伏. Das zweite Symbol (SHK) zur Mentalheilung mit dem Mantra Sei heki kommt aus dem japanischen Esoterischen Buddhismus der Schulen Shingon 真言 und Tendai 天台. Das dritte Symbol (HS) mit dem Mantra Hon sha ze shô nen zum Fernkontakt stammt aus dem magischen Daoismus und das vierte Symbol (DKM) zum Lehren von Reiki namens Dai kômyô aus dem Buddhismus.

Die Reiki-Kanji im Sinne eines Reiki-Symbols

Der Reiki-Begriff ist das „geheime“ fünfte Symbol, das die Wirkung und Arbeit mit Reiki beschreibt. Es gibt einerseits die Qualität der Energie an. Andererseits ist es aufgrund seiner Kanji (chinesische Schriftzeichen, die in die japanische Sprache übernommen wurden) gleichzeitig ein Symbol. Man könnte nun stutzen, da doch im Allgemeinen bekannt ist, dass diese Kanji lediglich ein Mittel der schriftlichen Kommunikation sind. Schaut man jedoch auf die Geschichte und Entwicklung der chinesischen Schrift, so wird deutlich, dass die Urform dieser Schrift zugrunde liegenden Zeichen einst für Rituale Verwendung fanden, wie man es auf alten chinesischen Ritual-Bronzen deutlich sehen kann. Ursprünglich sind es heilige Symbole für den reinen Ritualgebrauch. Erst viel später hat sich aus diesen Symbolen eine Schrift entwickelt. Die alten Zeichen dieser Schrift haben bis heute die Wirkkraft von Symbolen, vorausgesetzt man hat gelernt, damit richtig umzugehen.

Mikao Usui selbst hat für Reiki immer die alten Schriftzeichen benutzt, da nur in ihnen die volle symbolische Kraft enthalten ist. Durch die Entschlüsselung der Zeichen/Reiki-Symbole rei und ki lässt sich begreifen, was Reiki = „Spirituelle Lebensenergie“ eigentlich bedeutet.

Hier geht es zu der Bedeutung der Reiki-Schriftzeichen.

Über das Wirken der Reiki-Symbole

Damit die Reiki-Symbole mit den dazugehörigen Mantras funktionieren, d.h. eine Wirkung zeigen können, gibt es bestimmte Voraussetzungen.

Die Hauptgrundlagen sind die traditionellen und korrekten Einweihungen in den 1. und 2. Grad Reiki. Im 1. Grad Reiki wird die Fähigkeit übergeben, mit den Händen die Reiki-Kraft zu übertragen. Dies geschieht durch die vier Reiki-Einweihungen, die einen Abstand von mindestens 3 Stunden und maximal 23 Stunden haben sollten. Wird die Zeit unter- oder überschritten, fehlt eine Teileinweihung zum Teil oder ganz, kann Reiki nicht optimal übertragen werden bzw. verschwindet nach einer Weile wieder.

Im 2. Grad Reiki gibt es dann eine Einweihung in die drei ersten Reiki-Symbole. Das Meistersymbol folgt zum Meistergrad mit entsprechender Meistereinweihung. Letztere ist zum Unterrichten von Reiki gedacht. Zum Anwenden der drei ersten Reiki-Symbole reicht der 1. und 2. Grad völlig aus. Die in allen Einweihungen verwendeten Reiki-Symbole und Mantras und die Reiki-Symbole und Mantras, die im 2. Grad eingeweiht werden, müssen in einer ununterbrochenen Linie zurückgehend auf Mikao Usui vom Lehrer zum Schüler korrekt und ohne jegliche Abweichungen übertragen worden sein.

Im nächsten Schritt bedarf es der entsprechenden Ausbildung im Umgang mit Reiki und den Symbolen. Je besser die Schulungen sind, desto mehr Nutzen bringen die Reiki-Symbole.

Wenn diese Grundvoraussetzungen erfüllt sind, liegt die Verantwortung, ob die Symbole im Einzelfall funktionieren, bei denen, die Reiki und die Symbole anwenden.

Alle Reiki-Symbole haben in ihrer Anwendung gemeinsam, dass sie erstens korrekt gezeichnet und gleichzeitig visualisiert, und zweitens über das richtige Mantra aktiviert werden müssen. So wird ein Reiki-Symbol rituell durch diesen Prozess immer wieder neu hergestellt. Und gerade durch diesen Prozess wird entschieden, wie wirkungsvoll der Synergie-Effekt des Symbols auf den Anwender ist.

Durch die bewusste Nutzung der Reiki-Symbole hat der Anwender nämlich die Möglichkeit, auf verschiedenen Ebenen zu wachsen. Gerade durch das rituelle, langsame, bewusste und aufmerksame Zeichnen der Reiki-Symbole entwickelt sich zum Beispiel die feinstoffliche Wahrnehmungsfähigkeit immens.

Das Reiki-Symbol der Kraftverstärkung

Das Kraftverstärkungssymbol hat das Mantra Choku rei 直靈. Das bedeutet, dass das Spirituelle direkt in Erscheinung tritt.

Das Kraftverstärkungssymbol taucht erstmals im Engi Shiki auf, ein im Jahre 927 von Gelehrten zusammengestellter Text, in dem viele shintoistische Rituale am alten Hof des Tennôs beschrieben werden. Dort wird im Kapitel über Ritualgebete für Heilsgestalten die Anwendung des CR-Symbols sehr detailliert beschrieben.

Das Kraftverstärkungssymbol wird in Reiki-Anwendungen zur Verstärkung der Reiki-Kraft und immer in Kombination den anderen Reiki-Symbolen verwendet. Letzeres hängt mit der Eigenart des dieses Symbols zusammen, dass es Lebensenergien auf einer Seite einzieht und auf der anderen Seite gebündelt abgibt. Damit ist es dann möglich, dass bei der Fernheilung bzw. Mentalheilung Reiki genau da ankommt, wo es hin soll.

Das Reiki-Symbol der Mentalheilung

Als die buddhistische Lehre nach jahrhundertelanger mündlicher Überlieferung in der klassischen indischen Sprache Sanskrit niedergeschrieben wurde, verwendete man die alte indische Siddham-Schrift als Alphabet. Die so entstandenen heiligen Texte des Buddhismus nennt man Sûtras in der Schrift des Devanagiri, die sich aus den Siddham wie über 100 weitere Schriften entwickelte.

Reiki-Symbole Ursprung - Siddham Hrih

Reiki-Symbole – Siddham Hrih mit Flamme und Lotus Creative Commons Lizenzvertrag

Ähnlich wie in der oben beschriebenen chinesischen Schrift wurden die Siddham ursprünglich für Rituale verwendet. In diesem Fall spricht man von Siddham- oder Bîja-Symbolen. Diese Symbole stammen aus der vedischen Religion und wurden von den damaligen spirituellen Medien und Schamanen von dem Gott Brahmâ gehört und im Veda etwa 1200-600 v. Chr. niedergeschrieben. Diese bilden die Basis für die Entwicklungen des Esoterischen Buddhismus, in dessen Zusammenhang sie über China/Korea nach Japan kamen. Sie sind dort als Symbole für Rituale der Heilung historisch bekannt.

Auf der Suche nach Reiki hat Mikao Usui im Laufe seiner Forschungen Bekanntschaft mit den Siddham gemacht und für die Heilung des Geistes das Mentalheilungs-Symbol auf Reiki abgestimmt und dann in sein Heilungssystem eingebunden. Er besaß durch seine jahrzehntelangen spirituellen Studien die Fähigkeit, Reiki-Symbole für praktische Energiearbeit auf eine ganz bestimmte Weise nutzbar zu machen. Dabei benutzte er eine alte daoistische Methode der Talisman-Symbolherstellung, die schon sehr früh in Japan in den Shingon-Buddhismus aufgenommen wurde. Damit konnte er gewährleisten, dass die Wirkung und Funktion des Symbols die Selbe bleibt und seine Schüler das Symbol auf sehr einfachem Wege benutzen können.

Die Siddham sind im rituellen Kontext immer eine Entsprechung von Heilsgestalten. Mit dem Mentalheilungs-Symbol wird im Reiki die Mental- oder Geistheilung durchgeführt. Es gehört zu den wenigen Siddham, die gleich mehrere Heilsgestalten repräsentieren. Dieses Siddham heisst HRIH. Zu dem Siddham Hrih gibt es im Shingon Reiki Fortbildungsseminare für Reiki-Anwender und Meister:

Mit der Reiki-Mentalheilung können auf den Menschen Leid bringende Gewohnheiten in der Mentalebene aufgelöst und eine sinnvolle, auf das Hier und Jetzt ausgerichtete Neuorientierung eingeleitet werden.

Warum gerade das Mentalheilungs-Symbol dafür besonders gut geeignet ist, lässt sich begreifen, wenn man das ursprüngliche Siddham, wie es in den Sûtras beschrieben wird, analysiert. Es kann in die Siddham ha, ra, i und ah aufgeschlüsselt werden. Jedes einzelne Siddham hat sowohl eine ganz eigene Bedeutung, als auch eine eigene praktische spirituelle Funktion. Die eben genannten Siddham zusammen haben die Wirkung, Anhaftungen des Geistes durch so genannte Störgefühle wie Neid, Zorn, Eifersucht, Habgier und Illusionen aufzulösen. Auf das Mentalheilungs-Symbol bezogen bedeutet dies, dass die dem Glück, der Gesundheit und der Zufriedenheit hinderlichen Gewohnheiten geheilt werden.

Das Reiki-Symbol des Fernkontaktes

Das Reiki-Fernkontakt-Symbol wird vornehmlich für die Fernbehandlung und Kontaktaufnahme zu anderen und als Reiki-Kraft-Quelle benutzt. Hierbei handelt es sich um ein Konglomerat aus den fünf zusammengefügten chinesischen Schriftzeichen mit dem Mantra Hon sha ze shô nen. Dies ist ein Satz im klassischen Chinesisch und bedeutet: „Die den Menschen innewohnende ursprüngliche Essenz ist das Buddha-Bewusstsein“. Oft hat Mikao Usui seine Schüler auf diese Weisheit aufmerksam gemacht, indem er ihnen sagte: „Mensch Krone der Schöpfung, kehre zurück zu deinem natürlichen Zustand“.

Das Fernkontakt-Symbol hat die Form einer stilisierten Pagode (Weiterentwicklung einer Stupa – dem Grab des Buddha). Die ausschweifenden Linien entsprechen den einzelnen Etagen-Dächern. Wie bei einer Pagode zieht sich durch das Fernkontakt-Symbol eine zentrale Säule (jap. shinbashira = Herzsäule). Die letzten drei Striche des Fernkontakt-Symbols sind eine Abkürzung für das Kanji „spirituelles Herz“. Unter der „Herzsäule“ ruht das wichtigste Ritualobjekt der Pagode, und zwar die Reliquie des historischen Buddha sowie weitere heilige Kultgegenstände, die, einfach ausgedrückt, dafür sorgen, dass der Buddha und seine Energie, also das „Buddha-Bewusstsein“, gegenwärtig sind.

Die Pagoden des Esoterischen Buddhismus stellen ein dreidimensionales Mandala mit dem Großen Sonnenbuddha (Dainichi Nyorai) im Zentrum dar. Er ist die Quelle von Reiki und erleuchtet über das Mandala den gesamten Kosmos. Somit ist er aus buddhistischer Sicht quasi überall, weil sein Leuchten ein Teil von ihm ist. Über das Fernkontakt-Symbol als Quelle von Reiki wird er erreichbar. Über sein hellstrahlendes Licht, das wie gesagt überall hinstrahlt, ist jeder Ort erreichbar, was mit dem Fernkontakt-Symbol die Fernkontaktaufnahme ermöglicht. Dieses hellstrahlende Licht ist das Reiki-Meistersymbol „Daikômyô“.

Das Fernkontakt-Symbol ist kein übernommenes Symbol wie das Kraftverstärkungssymbol, sondern eines, das Usui mit einer magisch daoistischen Methode der Talismanherstellung geschaffen hat. Diese Methode hat der chinesische Daoist Ge Hong im 4. Jh. in seinem Kompendium über daoistische Praktiken (chin.: Sanhuang nei wen) beschrieben. Mikao Usui hat dies mit buddhistischen Inhalten gefüllt, wie es in Japan in der Geschichte und Literatur immer wieder zu sehen ist. Durch diese kreative Verbindung unterschiedlicher spiritueller Methoden war es ihm möglich, ein maßgeschneidertes Symbol mit einer ungeheuren Menge an zusammenhängenden Bedeutungsebenen zu schaffen, das gleichzeitig ein in seinem System funktionierendes Werkzeug der Energiearbeit ist.

Das Reiki-Meister-Symbol

Das Reiki-Meister-Symbol besteht aus den drei Kanji dai, kô und myô 大光明, die anders als beim Fernheilungs-Symbol getrennt geschrieben werden. Zusammen bedeuten die drei Kanji „Großes Licht“ oder „Große Erleuchtung“. Das Meister-Symbol steht in engem Zusammenhang mit dem Großen Sonnenbuddha Dainichi Nyorai 大日如来. Wie das Fern-Symbol auch, ist die Aussprache der drei Kanji im Meister-Symbol buddhistischer Natur. So wie das Meister-Symbol im Reiki geschrieben und gesprochen wird, wird es auch in den Sûtras des Buddhismus beschrieben. Es handelt sich hier um die spirituelle Essenz des Danichi Nyorai, der beides, das Weibliche und das Männliche, verkörpert, wie es in den Texten und Mandalas des Esoterischen Buddhismus und Daoismus erklärt wird.

Die Sonne steht im Daoismus für das männliche Prinzip yang, und der Mond für das weibliche Prinzip yin. Das entspricht dem buddhistischen Mandalas der zwei Welten von Mutterschoß- und Diamant-Welt. Beide sind in dem letzen Kanji des Meister-Symbols vereint. Es ist wie das Zusammenkommen von Gott und Göttin bzw. Himmel und Erde wie in den Reiki-Schriftzeichen beschrieben.

Das Meister-Symbol wird vornehmlich für die Einweihungen in alle drei Grade benutzt. Der Reiki-Meister ist dem Großen Sonnenbuddha gegenüber empfangend (yin), der über das Meister-Symbol wirkt und den Einzuweihenden gegenüber gebend (yang). Symbolisch wird der Reiki-Meister zum Schamanen wie in den Reiki-Symbolen beschrieben. Jedoch wird hier weniger um gesegnetes Wasser als um den Segen der „Spirituelle Lebensenergie“ für ein Wesen gebeten.

Die neuesten Forschungen über die Reiki-Symbole

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Reiki-Symbole - Infos und bahnbrechende Anwendungen

Die fünf Säulen von Reiki

Ursprung der fünf Säulen der Reiki-Methode

Im Zuge der Verbreitung von Reiki und der Entwicklung etlicher Reiki-Stile in vielen Ländern ist es manchmal schwierig nachzuvollziehen, was denn darunter noch zum Original gehört. Dafür sollte es zwischen allen Reiki-Stilen Gemeinsamkeiten geben, an deen man annähernd ihre Echtheit erkennen kann. Das sind die fünf Säulen von Reiki. Sie sind die Grundpfeiler der Usui Reiki-Heilmethode.

Die usui Lebensregeln sind eine der fünf Säulen des Reiki

Usui Lebensregeln – Kalligrafie von Dr. Mark Hosak, 2015Creative Commons Lizenzvertrag

Als der Japaner Mikao Usui, Begründer der Reiki-Heilmethode, seine Reiki-Methode entwickelte, ließ er philosophische und praktische Inhalte aus den Geheimlehren des Buddhismus (mikkyo 密教), des Schamanismus (Shinto 神道), die schamanisch-magischen des Daoismus der Bergasketen (Shungendo 修験道)  und die konfuzianischen Umgangsformen und Lehren der Samurai in sein System mit einfließen. Dabei scheint es ihm ein besonderes Anliegen gewesen zu sein, durch spirituelle Entwicklung mit geistigen Übungen zur eigenen Urnatur, also zu sich selbst zu finden. Damit hat Usui mit der Reiki-Methode einen Selbstfindungsweg und Selbstheilungsweg erschaffen. Beides kann man durch die Anwendung der fünf Säulen von Reiki sowohl für sich selbst, als auch für Hilfsbedürftige anwenden.

Reiki und die fünf Säulen

Reiki und Handauflegen

Reiki ist eine Kraft und die spirituelle Lebensenergie, die überwiegend über die Handflächen (tenohira 掌) zum Heilen mit Handauflegen (teate 手当) übertragen wird. Das  Reiki-Geben durch das Auflegen der Hände auf den Körper oder das Halten und bewegen der Hände in der Aura ist die Grundlage für die Anwendungen der Reiki-Heilmethode.

Reiki und Einweihungen

Um die Reiki-Kraft im Menschen zum Fließen zu bringen, bedarf es der Einstimmungen bzw. Einweihungen durch einen erfahrenen Reiki-Meister. Bei Mikao Usui gab es eine Einstimmung, die dann ab und an wiederholt werden musste, damit die Reiki-Kraft erhalten blieb. Dies nannte er Reiju 靈授. Wortwörtlich bedeutet Reiju “das spirituelle Empfangen”.

Einer von Usuis Schülern, der Arzt und Offizier Chujiro Hayashi hat dann das System der vier Einweihungen eingeführt. Diese werden im 1. Grad Seminar gegeben. Diese vier traditionellen Einweihungen, wie sie auch von Frau Takata zur Verbreitung von Reiki im Westen gelehrt wurden, erhalten die Reiki-Kraft ein Leben lang.

Im 2. Grad Reiki gibt es dann eine weitere Einweihung in die drei Reiki-Symbole und zum Reiki Meister die Einweihung in das Meistersymbol.

Reiki Symbole und Mantras

Zum Erweitern der Möglichkeiten gibt es Reiki Symbole und Mantras. Diese werden je nach historischer Quelle unterschiedlich benannt. Hat ein Symbol einen buddhistischen Ursprung, spricht man von Siddham (Symbol) und Mantra (gesprochenes Werkzeug um das Herz / den Geist zu vervollständigen). Diese gehen meist auf den esoterischen oder auch tantrischen Buddhismus der Shingon Schule und Tendai Schule zurück. Mantra und Siddham bedeutet auf Japanisch (shingon 真言). Ist der Ursprung eher im Shinto und Shugendo zu finden, spricht man von Zeichen (shirushi しるし) und Zaubersprüchen (jumon 呪文).

Reiki Meditationen und Geistige Übungen

Usui hat als buddhistischer Mönch besonderen Wert auf Meditationen und geistige Übungen wie zum Beispiel Atemtechniken gelegt, um die übersinnlichen Fähigkeiten der Naturbegabung zu trainieren.

Reiki und die Lebensregeln

Die Reiki Lebensregeln (gokai 五戒) sind der philosophische Unterbau der Reiki Heilmethode. Dabei geht es insbesondere um fünf einfache Sätze, mit denen man ein glückliches Leben führen kann. Sie werden beschrieben als eine geheime Methode das Glück einzuladen und als spirituelles Heilkraut oder als spirituelle Medizin für 10.000 oder unzählige Krankheiten in Körper, Seele und Geist.

Gerade an diesem heutigen Tag

ärgere weder dich noch andere

sorge dich nicht

sei dankbar

kümmere dich um dein Karma

sei freundlich zu allen Lebewesen

Darauf folgt die Anleitung für morgens und abens, dass man die Hände vor dem Herzen zusammen legen soll, dass man die Aufmekrsamkeit in sein spirituelles Herz lenken möge und dass man sie (die Lebensregeln) laut rezitieren möge.

Die fünf Säulen kannst du im Rahmen des 1. Grades Shingon Reiki und aller darauf aufbauenden Seminare lernen. Hier findest du die Erklärungen aller Shingon Reiki Seminare.

 

Entstehung der Reiki Schriftzeichen

Die Entstehung der Reiki Schriftzeichen

Die Reiki Schriftzeichen stammen ursprünglich aus China, genau genommen aus dem Daoismus. Dort gibt es den philosophischen Daoismus, von dem zum Beispiel das Buch der Wandlungen namens “I Ging” bekannt ist. Dies ist ein altes Weisheitsbuch der Divination (Wahrsagen). Darüber hinaus gibt es noch den schamanischen magischen Daoismus, aus dem sich zum Beispiel Feng Shui, Qigong und die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) entwickelt hat.

Die Reiki Schriftzeichen gehen somit auf eine lange Tradition der Entwicklung der chinesischen Schrift zurück. Ursprünglich hat sich die chinesische Schrift nicht zum Schreiben von Wörtern, sondern zum Durchführen von schamanischen Ritualen entwickelt.

Einzelne Zeichen wurden beispielsweise, aufgrund von Wahrsagerei, gemeinsam mit einer Landkarte auf den Panzer einer Schildkröte oder auf Knochen geschrieben. Ein König konnte etwa fragen, ob es sinnvoll ist und was das Ergebnis sein wird, wenn er mit seinen Truppen über einen Fluss geht und das Nachbarreich angreift. Der Schildkrötenpanzer wurde daraufhin im Rahmen eines Rituals ins Feuer gelegt. Dadurch entstanden Risse im Panzer. Je nachdem wo diese Risse auftauchten, konnten Rückschlüsse auf das zukünftige Ereignis hergeleitet werden. Wenn der Riss durch das eigene Land ging, wusste der König, dass es besser war, nicht anzugreifen.

Jedes Zeichen ist ein Ikon beziehungsweise ein Bild von einem Objekt oder einem Phänomen aus der Natur wie zum Beispiel Tier, Pflanze, Haus, Wald, Baum, Berg, Mensch, Himmel, Erde, Fluss und so weiter. Diese ursprünglichen Zeichen werden bis heute genutzt und in einigen von ihnen lässt sich ihre ursprüngliche Form und Bedeutung ersehen, auch wenn man das Zeichen an sich nicht kennt.

Im Laufe der Zeit wurden diese Grundzeichen miteinander kombiniert. So bekam Jedes seine eigene Geschichte. Auch die Reiki Schriftzeichen haben ihre eigene Vergangenheit. All diese sind in chinesischen und japanischen Zeichenwörterbüchern aufgeführt.

Im Zuge daoistischer Rituale, die auch als Sandkastenrituale bezeichnet werden, kam es zum Schreiben heiliger Texte. Im Rahmen dieser Rituale wurde in der Mitte eines Raumes ein viereckiger Sandkasten aufgebaut, an dessen Wänden Tische standen. Auf diesen Tischen lagen Schreibutensilien der Kalligrafie, um entstehende Zeichen und Texte aufzuschreiben. Im Rahmen eines Rituals wurde ein daoistischer Priester in einen Trance-Zustand geleitet. Er bekam einen langen Stock in die Hand, mit dem er Schriftzeichen in den Sand schrieb. Während des Rituals gewann man den Eindruck, als ob der Priester vom Stab selbst ergriffen sei, so als würde eine Kraft seinen Körper lenken, welche die Zeichen in den Sand schrieb. Dadurch entstanden im Sand ziemlich schnell Schriftzeichen. Diese wurden sofort aufgeschrieben und später ins Reine übertragen. Mehrere Personen schrieben die Zeichen auf, um zu vergleichen, ob sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hatte. Bei diesem Vorgang konnten auch neue Zeichenkombinationen entstehen.

Durch diesen Entstehungsprozess bekamen die Texte und Zeichen eine mystische Tiefe und eine Kraft, die sich immer dann bemerkbar macht, wenn man das entsprechende Zeichen meditativ und in seiner Ursprungsform schreibt. Das gleiche gilt auch für die Reiki Schriftzeichen und Symbole.

Als im dritten Jahrhundert die indischen Sanskrit Sutras des Buddhismus nach China kamen, wurden diese unmittelbar ins Chinesische übersetzt. Was die spirituellen Wecker dafür anbelangt, bediente man sich dort dem daoistischen und konfuzianischen Wortschatz. Mit der Einführung des Buddhismus in Japan im sechsten Jahrhundert wurde zeitgleich auch die chinesische Schrift mit eingeführt. Japan hatte bis dato keine eigene Schrift.

Die Geschichte der Reiki Schriftzeichen

Was die Reiki Schriftzeichen betrifft, so setzen sich diese aus den Zeichen Rei und Ki zusammen. Anhand der Aufschlüsselung jedes einzelnen Zeichens lässt sich die tiefe Bedeutung und wahre Geschichte der Reiki Schriftzeichen erkennen. Ausführliche Erklärungen hierüber sind auch in den chinesischen und japanischen Wörterbüchern zu finden. Daher gibt es wenig Platz für eigene Interpretationen. Da die Schriftzeichen aus China übernommen wurden, spricht man heute in Japan auch noch von chinesischen Zeichen. Das japanische Wort dafür ist Kanji. Dies ist mittlerweile auch ein eingedeutschtes Wort, welches sich in deutschen Wörterbüchern wiederfindet.

Das Kanji Rei

Rei ist ein altes Zeichen für Regenzauber. Es zeigt eine Schamanin, die für Regen betet. So wird es auch in den japanischen Wörterbüchern beschrieben. Schlägt man es hingegen in einem deutsch-japanischen Wörterbuch nach, dann bedeutet es lediglich spirituell, mystisch oder Geist. Dabei ist allerdings noch nicht klar, welche Art von Geist gemeint ist. Daher ist eine intensive Beschäftigung mit dem Ursprung dieses Zeichens äußerst wertvoll um einiges über das Wesen des Reiki herauszufinden.

Der obere Teil bedeutet Regen. Beschrieben durch eine Wolke mit Regentropfen, die man an den vier Punkten erkennen kann. Darunter gibt es dreimal das Zeichen für Mund in einer Reihe. Ein Mund steht für ein Wort. Zwei Münder sind ein Gespräch und drei Münder für ein Gebet. Darunter ist das Zeichen für Schamanin. Dieses setzt sich wieder aus mehreren Komponenten zusammen. Das liegende H wird heutzutage im Wort “Industrie” benutzt, weil etwas, was Energie gibt, aus der Erde hervorgeholt wird. Die gleich aussehenden Komponenten in dem liegenden H sind zwei Menschen, welche die Erde berühren. Somit sind es Menschen, die die Erde berühren und aus ihr etwas herausholen, was Energie und Kraft spendet, also Schamanen. Hier zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Reiki und Schamanismus.

In kurzen Worten lässt sich das Kanji Rei als eine Schamanin beschreiben, die um Regen bittet.

Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Erklärung. Es gibt nämlich ein Kanji, welches sich aus dem Regen und den drei Mündern zusammensetzt. Dieses ist sehr selten und wird heute nicht mehr benutzt. Dabei sollen die Münder Regentropfen darstellen. Die Regentropfen und der Regen ergeben in dieser Erklärung die nahtlos aneinander gereihten Wassertropfen. Diese tragen den Segen des Himmels und der Sonne über das von ihnen aufgeladene Wasser auf die Erde. Darunter ist wieder eine Schamanin, die ein Ritual durchführt, dass dies geschehen kann.

Nun ist mit dem Regen nicht immer nur Wasser gemeint, sondern vielmehr ein Segen, der vom Himmel auf die Erde herabkommt. Auf die gleiche Weise kommt vom Himmel die Kraft in den Menschen (Schamanen), der diese Kraft durch sich leitet und an die Erde und ihre Bewohner weitergibt.

Das Kanji Ki

Ki ist das älteste Zeichen für Lebensenergie. Auch dieses Zeichen setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Der obere Teil mit dem geschwungenen Bogen bedeutet einfach nur Energie. Je nachdem, mit welchem anderen Zeichen Energie kombiniert wird, ergibt sich die Qualität der Energie selbst. Wenn zum Beispiel vor dieses Kanji das Kanji für Regentropfen gesetzt wird, handelt es sich um Wasserdampfkraft. Wird dieses wiederum mit dem Kanji für Wagen oder Karren kombiniert, dann handelt es sich um eine Dampflokomotive. In diesem Fall findet sich in dem Kanji selbst die zweite Komponente, die für Reiskorn steht. Das Reiskorn ist der Keim des Lebens, jedoch nicht das Leben selbst. Somit ist das ein Symbol für das Leben. In Kombination mit Energie ist es Lebensenergie.

Die Bedeutung von Reiki

Werden die beiden Kanji kombiniert, kommt man auf die Übersetzung „Spirituelle Lebensenergie“ für Reiki.

Hier geht es weiter zu der Bedeutung der Schriftzeichen im Shingon Reiki.

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