Das große Feuerritual

Erlebnisbericht zum großen Feuerritual

Rituelle Handlungen beim Feuerritual GomahoMein persönliches Highlight auf der Reiki-Convention 2018 war das Feuerritual Goma-hô von Dr. Mark Hosak und Bodhi Niens.

Die Spannung und Vorfreude steigerte sich bereits lange vor dem eigentlichen Ritual.

Aus 50 vorgeschlagenen Wünschen aller Lebensbereiche durften wir ohne Begrenzung die momentan zu uns passenden wählen. Wem das nicht so leicht fiel, bekam fast pausenlos geduldige und ideenreiche Hilfestellung. Unsere Geburtsdaten des Sonnenkalenders wurden von Bodhi in den Mondkalender umgerechnet.

Von Hand gefertigte und geweihte kleine Holzbrettchen entwickelten sich zu Wunschhölzern: Nach und nach wurden von Mark und Bodhi symbolträchtige Schriftzeichen darauf gemalt: Siddham von Fudô Myôô, Vor- und Zuname, Geburtsdaten nach Sonnen- und Mondkalender und letztendlich der gewählte Wunsch in jeweils vier japanisch-chinesischen Kanji. Bereits die Energie dieser Vorbereitungen war sehr stark und beeindruckend.

Für mich war es daher keine Frage, beim offiziellen Convention-Programmteil „Reiki-Blessings & Reiju“ am Vortag die „Buddhistische Einweihung“ durch Dr. Mark Hosak zu wählen, die als persönliche Einstimmung auf das Feuerritual angeboten wurde. Nach den hochinteressanten historischen Hintergründen und spannenden Geschichten, folgte die Einweihung in die Energie und das Mantra von Fudô Myôô, den ich nunmehr sehr gerne als einer meiner stärksten Beschützer weiß. Das Mantra war für die meisten von uns zunächst sehr schwer zu sprechen. Jedoch hat Mark eine Methode entwickelt und hier erfolgreich angewandt, in der man „von Mund zu Ohr zu Mund“ in Etappen das Mantra in voller Länge sprechen lernt.

Ich selbst dachte, ich schaffe das nie, aber es funktionierte doch: Denn – nebenbei erwähnt – stand ich letztens auf einer unsicheren Stehleiter, das Fudô-Myôô-Mantra-rezitierend, pflückte Kirschen aus höchster Höhe und spürte intensiv und dankbar den Schutz, der von ihm ausging.

Die Basis für die minimal-aktive Mitwirkung beim Goma-hô am Samstag der Reiki-Convention war geschaffen. Die Energie baute sich weiter auf.

Der ausgewählte Feuerritualplatz befand sich eingebettet in das paradiesisch schöne Grundstück vom Parimal Gut Hübenthal. Als ich selbst dort ankam, verweilten bereits einige gespannte Gäste, die andächtig die aufwändigen Vorbereitungen Vorort beobachteten.

Es waren unglaublich viele Ritual-Gegenstände, von Zweigen über leckere Speisen (z.B. Reis und Bohnen) in kleinen Schälchen als Opfergaben bis hin zu traditionell vorbereitetem Feuerholz liebevoll und in einer seit Jahrtausenden festgelegten Anordnung aufgebaut. Man spürte sofort die bereits durchgeführte Reinigung von nicht benötigten Energien. Mark und Bodhi waren fühlbar eingebettet in das spirituelle Geschehen und schienen vollkommen erfüllt davon.

Das Feuerritual und seine GesichterDer Ritualplatz füllte sich nach und nach mit Zuschauern, die höchstens leise tuschelnd ebenso die besondere Atmosphäre fühlten. Im engsten Kreis um das Feuer verweilten die Menschen, die sich im Vorfeld zur Teilnahme angemeldet hatten. Und ich bin sehr dankbar, dass ich dazugehören durfte.

Nach einer nochmaligen rituellen Reinigung mit Weihwasser des Platzes und aller neu hinzugekommenen Wesen – vermutlich sogar inklusive der vielen Glühwürmchen, die sich dazu gesellten – begann das eigentliche Goma-hô.

Wir durften teilnehmen an einem von Dr. Mark Hosak und von Bodhi Niens (als weit fortgeschrittener Mönchs-Schüler von Mark) durchweg mit äußerster und besonnener Sorgfalt des exakt vorgeschriebenen japanisch-traditionellen Ablaufs durchgeführten fast vierstündigen Feuerritual.

Die rituellen Handlungen verfolgten wir mit „Gänsehaut-Feeling“ und kindlichem Staunen. Es ist jedoch unmöglich, hier alle wundervollen Details zu beschreiben, die sich vor unseren Augen abspielten. Herausragend ist das alte Wissen, was hier für alle spürbar und mit allen Sinnen erlebbar dankenswerterweise mit uns geteilt wurde.

Mark und Bodhi waren fühlbar erfüllt von ihren spirituellen Aufgaben. Mit Kribbeln nahmen wir teil, wie sich deren Inneres und Äußeres vollkommen auf die Ritualvorgänge fokussierte. Die Visualisierungen von den beiden waren für uns fast körperlich spürbar. Wo wir konnten, rezitierten wir die begleitenden Mantras mit.

Siehst du das Gesicht von dem Feuergeist?Der Hauptfokus des ersten Feuers lag im Aufbau und beim Herbeibitten unterschiedlicher Spirits beziehungsweise Heilsgestalten. Nie vorher erlebte ich ein Feuer wie dieses. Die Flammen schienen gläsern zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies „nur“ am vorherigen Eintauchen von Hölzern in Öl und Honig liegen konnte. Ein zauberhaft-schönes Erlebnis folgte auf das nächste.

Nach einer kurzen Pause wurde dann das zweite Ritual-Feuer – wieder nach einer festen Anordnung der Hölzer – entzündet. Und es ist wieder unmöglich in Worte zu fassen, was spürbar war, als Fudô-Myôô sich mit den Flammen des Feuers verband. Bei der Erinnerung daran läuft mir auch jetzt beim Schreiben wieder ein angenehmer Schauer durch mein Rückenmark. Das Feuer veränderte sich sichtbar, wurde deutlich größer, Funken sprühten in alle Richtungen und selbst die Glühwürmchen eilten vermehrt aus dem Wald herbei.

Als die unzähligen Wunschhölzlein einzeln dem Feuer übergeben wurden, schien die ganze Welt den Atem anzuhalten. Zeit und Raum existierten nicht mehr in dieser mystischen Stimmung. Und selbst die Spirits schienen höchst neugierig zu sein, welche Aufgaben von uns Menschen sie erhalten würden. Mark übergab dafür sehr bedächtig jedes einzelne Wunschhölzlein in Bodhis bewusst empfangende Hände mit lautem Vorlesen des Namens und des Wunsches in Japanisch. Während der vertrauensvollen Verschmelzung mit dem Feuer zitierten wir gemeinsam jeweils dreimal das gelernte Mantra von Fudô Myôô. Die Verwandlung nahm ihren Lauf …

Das Feuerritual des Fudo MyooNachdem alle Wünsche zur Metamorphose übergeben waren, bedankten wir uns bei allen beteiligten Spirits und Heilsgestalten und verabschiedeten sie. Sofort, als Fudô Myôô aus dem Feuer verschwand, verkleinerten sich die Flammen sichtbar auf ein Minimum und der äußere Zauber verband sich mit unseren inneren Zauber und verstärkte diesen nachhaltig.

Außer unseren fantastischen Erinnerungen, ein paar Fotos und der Erfüllung unserer Wünsche gibt es übrigens keine Überbleibsel in dieser Welt: Fudô Myôô hat kein einziges Aschekrümelchen übrig gelassen …

Innigsten Dank dafür

Heidrun Lerg

www.reiki-lichtbad.de

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